Nach einem unerwarteten politischen Ereignis entsteht durch mediale Dauerpräsenz und gegebenenfalls eigene Betroffenheit oft Gesprächsdruck, der das Unterrichtsgeschehen beeinflussen und dominieren sowie dort oder in anderen schulischen Situationen emotional aufgeladene Beiträge auslösen kann. Das gesamte pädagogische Personal steht vor der Herausforderung, dies unmittelbar unter Einhaltung des Beutelsbacher Konsenses aufzugreifen. Es muss dazu über Informationskompetenz und prozessorientierte Moderationsstärke verfügen.
Die Fortbildung „Aktuelles politisches Weltgeschehen im Unterricht – Informationskompetenz und Moderationsstärke in der digitalen Informationswelt von Social Media bis KI“ befähigt schulformübergreifend Lehrkräfte aller Fächer, Fachrichtungen und Bildungsgänge sowie das weitere pädagogische Personal, souverän und reflektiert auf plötzlich auftretende politische Ereignisse erheblicher Tragweite und die damit verbundene Informationsflut in der digitalen Welt zu reagieren. Die Teilnehmenden sollen auch stark kontroverse Diskussionen und angesichts emotional aufgeladener Beiträge sicher und professionell moderieren können. Dabei bilden der Beutelsbacher Konsens und die freiheitlich-demokratische Grundordnung den verbindlichen Rahmen.
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Die Fortbildungsmaßnahme vermittelt Lehrkräften und weiterem pädagogischen Personal die notwendige Handlungssicherheit, um den staatlichen Bildungsauftrag zur Demokratieerziehung sicherzustellen. Die Teilnehmenden sollen lernen, die eigenständige Urteilsbildung der Schülerinnen und Schüler zu fördern. In diesem Rahmen stärkt die Maßnahme die methodische Kompetenz, gesellschaftliche Kontroversen wertfrei abzubilden und so den Klassenraum und die Schule als geschützten Ort einer offenen Debatte zu prägen. Gleichzeitig vermittelt die Maßnahme die Bedeutung einer klaren Positionierung gegenüber extremistischen Positionen und gibt erste hilfreiche Hinweise zum Umgang mit Angriffen auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Ziel der Fortbildungsmaßnahme ist der Erwerb bzw. der Ausbau von Kompetenzen zum Umgang mit Antisemitismus. Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte sowie an pädagogisches und sozialpädagogisches Schulpersonal aller Schulformen; den Teilnehmenden werden Kenntnis-se, Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten zur systemischen Entgegnung von Antisemitismus vermittelt.
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Ziel der Fortbildungsmaßnahme ist der Erwerb bzw. der Ausbau von Kompetenzen zur Organisation und Durchführung internationalen Schulaustauschs sowie internationaler Mobilitäts- und Kooperationsprojekte.
Den Teilnehmenden werden Kenntnisse und Handlungsmöglichkeiten zur systemischen Gestaltung internationaler Austauschprojekte vermittelt. Die Maßnahme unterstützt die nachhaltige Verankerung internationaler Projekte im Unterricht, im Schulprofil sowie in der Zusammenarbeit mit Förderinstitutionen und externen Partnereinrichtungen. Grundlagen interkultureller Bildung, Zusammenhänge mit weiteren Bildungsdimensionen wie zum Beispiel Bildungsgerechtigkeit und aktuelle wissenschaftlich Bezüge fließen ein.
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Aktuelle Konflikte wie Corona, Kriege, Terror und wirtschaftliche Krisen führen dazu, dass sich Menschen von unserer verfassten Demokratie abwenden. Auch in Unterricht werden Lehrerinnen und Lehrer teilweise mit antidemokratischen Äußerungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wird in der Fortbildung ein Verständnis von Politik als Regelung der allgemeinen Angelegenheiten vermittelt - nicht nur in Parlamenten, sondern auch im privaten Bereich und im Beruf. Dabei wird die Bedeutung von Demokratie als Lebensform betont, politische Bildung wird als fächerübergreifendes Thema hervorgehoben.
Unsere zweitägige Fortbildung für Lehrkräfte aller Fachrichtungen widmet sich drei Hauptzielen:
- Identifizieren des 'Politischen' im eigenen Fachunterricht
Es geht darum, die Wechselwirkungen zwischen den berufsbezogenen Inhalten und politischen Fragestellungen zu identifizieren. - Umgang mit herausfordernden Situationen im Unterricht:
Die Fortbildung soll Lehrerinnen und Lehrern Methoden an die Hand geben, mit denen sie angemessen auf herausfordernde Situationen im Unterricht reagieren können, insbesondere im Kontext politischer Themen. Dies kann den Umgang mit kontroversen Diskussionen, unterschiedlichen Meinungen und möglichen Konflikten umfassen. - Medienkompetenz in der Meinungsbildung stärken:
Emotionalisierung, Diskurse und Meinungsbildungsprozesse finden zu einem großen Teil in (sozialen) Medien statt. Die Fortbildung stellt deshalb Methoden und Tools vor, die SuS bei der Unterscheidung von Fake News und dem Aufbau von Informationskompetenz unterstützen. Und er werden Reaktionsmöglichkeiten auf Hate Speech vorgestellt.